Step up Uganda ! Gemeinsam den Neustart wagen

Südsudanesische Geflüchtete und ugandische Aufnahmegemeinden erarbeiten sich
mit vereinten Kräften berufliche Perspektiven in der Landwirtschaft

Die Situation

Im ugandischen Bezirk Arua leben rund 40 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, weitere rund 45 Prozent sind aufgrund ihres geringen Einkommens stark armutsgefährdet. Schätzungen besagen, dass nur jede oder jede Fünfte in Uganda die Chance hat, einen Arbeitsplatz im formellen Sektor zu finden. Geschuldet ist dies sowohl der schlechten Wirtschaftslage als auch den unzureichenden Qualifizierungs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Die kritische Situation wurde noch einmal dadurch verschärft, dass sich immer mehr Menschen vor den Kämpfen im Südsudan nach Uganda flüchteten. Inzwischen sind es mehr als eine Million.
Dies führt zu Spannungen zwischen den Geflüchteten und den aufnehmenden Gemeinden, denn schon zuvor waren die Ressourcen unzureichend und die Infrastruktur war völlig überlastet. An der Grenze zum Südsudan ist die Region West-Nil besonders stark betroffen. So macht im Distrikt Arua die Zahl der Geflüchteten 24 Prozent der gesamten Bevölkerung aus. Die meisten von ihnen leben in Flüchtlingscamps, ohne jede Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr in ihre Heimat. Die Welthungerhilfe unterstützt hier 2.200 Menschen, rund die Hälfte von ihnen sind Frauen. Ganz bewusst richtet sich das Projekt an beide Bevölkerungsgruppen: 70 Prozent der Beteiligten sind südsudanesische Geflüchtete, 30 Prozent Bewohner*innen der ugandischen Aufnahmegemeinden.

Hilfsmaßnahmen

Alle Bestrebungen des Projektes richten sich darauf, die Selbsthilfekapazitäten der südsudanesischen Geflüchteten und der Bewohner*innen der ugandischen Aufnahmegemeinden zu fördern und damit ihr Leben zu verbessern. Dies gelingt dadurch, die Landwirtschaft voranzubringen, den Menschen Einkommensmöglichkeiten zu eröffnen, Perspektive zu entwickeln und ihnen vor allem eine gesicherte Ernährung zu ermöglichen.
Das Projekt unterstützt gezielt die Zusammenarbeit in Gruppen, wie beispielsweise in Farmer Field Schools, Dorfsparverbänden, Jugendgruppen und Nachbarschaftsvereinigungen. Gemeinsames Lernen stärkt die Eigeninitiative der Menschen und bietet viel Raum, um Ressourcen und Fertigkeiten mit denen anderer Teilnehmer*innen zu bündeln. Das trägt auch dazu bei, Konflikte zu vermeiden und Probleme im gegenseitigen Austausch zu lösen. Gemeinsames Lernen stärkt den sozialen Zusammenhalt und bildet damit die Basis für wirtschaftlichen Fortschritt in den Gemeinden.

Ende 2020 förderte die Prolok Stiftung das Konzept STEP UP! NEUSTART FÜR FLÜCHTLINGE der Welthungerhilfe.

Quelle: https://www.welthungerhilfe.de/informieren/laender/projektsteckbrief/uganda-step-up-neustart-fuer-fluechtlinge/