Eine Chance für die Kinder von der Müllhalde

Ende 2019 unterstützte die Prolok Stiftung das Projekt „Eine Chance für die Kinder von der Müllhalde“ von Brot für die Welt in Mosambik.

Im Jahr 1970 wurde in Mosambik nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Maputo entfernt, in einem damals nicht besiedelten Gebiet namens Hulene ‚B‘, eine Mülldeponie errichtet. Aufgrund des Kriegs ab dem Jahr 1976 begann ein Verstädterungsprozess, der viele Familien zwang, einen neuen Zufluchtsort zu suchen. Dieser Zuzug verstärkte sich im Jahr 1980 durch Überschwemmungen in den Provinzen Maputo und Gaza.

Viele Familien, die ihre Heimat verlassen mussten, zog es nach Maputo. Nachdem sie in Maputo keine Arbeit vorfanden, ließen sie sich am Stadtrand nieder und nutzten die angrenzende Mülldeponie zur Suche von Nahrungsmitteln oder verwertbaren Gegenständen. Am Rande der Mülldeponie wuchsen schnell neue Familien heran. Den Familien und Kindern dort mangelt es an einer adäquaten Grundversorgung. Viele unter ihnen tauchen in keinem Geburtsregister auf, besuchen keine Schule und sind unzumutbaren hygienischen Bedingungen und fehlender sanitärer Versorgung ausgesetzt. Da sich den Kindern kaum eine andere Zukunft bietet als ihren Lebensunterhalt auf der Mülldeponie zu bestreiten, verfallen viele dem Alkohol- und Drogenkonsum und haben schon sehr früh ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die daraus resultierende Verbreitung von HIV und die steigende Kinderkriminalität breiten sich bereits auf die umliegenden Stadtteile und Gemeinden aus.

Worum geht es in diesem Projekt?

In diesem Projekt werden 350 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren betreut. Konkret geht es in diesem Fall um Kinder, die aufgrund ihrer Armut und Perspektivlosigkeit nicht zur Schule gehen können. Ziel ist es, einen Beitrag zur verbesserten sozialökonomischen Lebenssituation für die betroffenen Jugendlichen und Waisenkinder in Hulene ‚B‘ und Malhampsene zu leisten und damit sicherzustellen, dass diese durch eine schulische und berufliche Förderung sozial integriert sind. Aber auch die Mülldeponie als Ursache von erheblichen Umweltschäden und Ausbeutungen der Müllsammler*innen soll verlegt werden, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Quelle: https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/mosambik-bildung/